Kleines ABC

Autogenes Training
Das autogene Training ist eine auf Autosuggestion basierende Technik zur Entspannung. Es wurde vom Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz aus der Hypnose weiterentwickelt, am 30. April 1927 erstmals vorgestellt und 1932 in seinem Buch "Das autogene Training" publiziert. Heute ist das autogene Training eine weit verbreitete und anerkannte Methode, um Stress und psychosomatische Störungen zu bekämpfen.

Ayurveda
Ayurveda (Sanskrit, Wissen vom Leben, "Ayur" = Leben und "Veda" = Wissen), ist die Bezeichnung für eine traditionelle indische Heilkunst. Wörtlich bedeutet Ayurveda Lebensweisheit.
Ayurveda ist eine Kombination aus empirischer Naturlehre und Philosophie, die sich auf die für menschliche Gesundheit notwendigen physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Aspekte konzentriert, die wichtig für die Gesundheit bzw. Krankheit sind. Dadurch hat Ayurveda einen ganzheitlichen Anspruch, der ganze Mensch wird mit einbezogen.

Floaten
Ein Floating-Tank (auch Floatation-Tank, Samadhi-Tank, Isolationstank oder Entspannungs-Tank) ist ein gegen Licht und Geräusche abgeschotteter Raum. In seinem Inneren liegen Sie auf konzentriertem Salzwasser. Das Wasser ist mit etwa 32,5° C so temperiert, dass Sie weder überschüssige Wärme noch Kälte empfinden. Somit sind alle Reize und Sinneseindrücke ausgeschaltet.

Hamam
Bei dieser Islamischen Badekultur, auch Türkisches Bad genannt, erleben Sie Wohlbefinden und Entspannung durch Wärme, Feuchtigkeit, Schaum, Düfte und Massagen.
Öffentliche Einrichtungen werden häufig entweder zeitlich oder räumlich geschlechtergetrennt genutzt. Den Rahmen bildet ein Dampfbad mit milden kreislaufschonenden Temperaturen zwischen 40 und 70°C. Oft ist die Luft angereichert mit ätherischen Ölen, die sich positiv auf das Allgemeinempfinden, die Schleimhäute und die Stirn- und Kiefernhöhlen auswirken. Eine große runde Liegefläche bildet die Mitte des Raumes, an den Wänden befinden sich Wasch-
becken mit warmem und kaltem Wasser.
In vielen Einrichtungen werden zusätzlich Peelings mit einem rauen Handschuh aus Wildseide oder Ziegenhaar, der sogenannten Kese, und Massagen mit weichem duftendem Schaum angeboten. Das Baderitual ergänzen verschiedene Güsse, Ruhezonen und der Genuss von Tees.

Massage
Die Massage (frz. masser "massieren", hebr. "salben" bzw. griech. "kauen; kneten") dient zur mechanischen Beeinflussung von Haut, Bindegewebe, Muskulatur und anderer Körpergewebe durch Dehnungs-, Zug- und Druckreiz. Sie ist im weitesten Sinne eines der ältesten Heilmittel der Menschheit. Die Wirkung der vielen verschiedenen Massagetechniken erstreckt sich von der behandelten Stelle des Körpers über den gesamten Organismus, was auch die Psyche mit einschließt.
Die klassische Methode mit direkter Wirkung am Behandlungsort ist schulmedizinisch weitgehend anerkannt, findet in sich in Lehrbüchern und Therapieleitfäden sowie den Leistungskatalogen der Krankenkassen wieder. Andere Massageformen mit sogenannter reflektorischer Wirkung machen sich Reflexbögen zu Nutze, um z. B. innere Erkrankungen zu behandeln. Diese sind teilweise noch umstritten.

Meditation
(lat. meditatio = "das Nachdenken über" oder lat. medius = "die Mitte") ist eine Achtsamkeits- und/oder Konzentrationsübung mit dem Zweck, einen veränderten Bewusstseinszustand oder letztlich sogar die Erleuchtung zu erreichen. Die verschiedenen Meditationsarten werden hauptsächlich unterschieden nach Aktivität (aktive und passive Meditation), nach Reizen (innere und äußere Reize) und nach den Arten der Hilfsmittel. In manchen Religionen wird die Meditation als eine besondere Form des Gebets betrachtet.

Qigong
Qigong ist eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist, die auch Teil der traditionellen Chinesischen Medizin ist. Auch Kampfkunst-Übungen werden darunter verstanden. Zur Praxis gehören Atemübungen, Körper- und Bewegungsübungen, Konzentrationsübungen und Meditationsübungen der inneren Stille. Die Übungen dienen zur Anreicherung und Harmonisierung des Qi.
"Qi" (sprich: "Tchi", nicht "Ki") steht in der chinesischen Philosophie und Medizin sowohl für die bewegende als auch für die vitale Kraft des Körpers, aber auch der gesamten Welt. In der chinesischen Sprache hat es die Bedeutung von Atem, Energie und Fluidum. Die Praxis des Qigong soll die Lebensenergie stärken, das Leben verlängern und zu einer gesunden geistigen Verfassung verhelfen.

Rasul
Das Wort Rasul ist abgeleitet von dem semitischen "ghasala", was "waschen" bedeutet. Man versteht unter Rasul ein orientalisches Schönheitsbad, bei dem Wasser, Wärme, Schlamm und aromatisierte Luft zusammen wirken. Es pflegt und reinigt den ganzen Körper durch die Kombination von Heilschlamm-Packung und Kräuter-Dampfbad.
Nach einer vorreinigenden Dusche wird Schlamm, z. B. Kreideschlamm, dünn auf die Haut aufgetragen. In einem angenehm temperierten Raum mit geringer Luftfeuchtigkeit trocknet dieser an. Kräuterdampfschübe erhöhen die Temperatur und Feuchtigkeit der Luft und der wieder feuchte Schlamm wird mit leicht kreisenden Bewegungen in die Haut einmassiert. Der Peelingeffekt löst verkrustete Cremereste und teilweise abgestorbene Zellen der oberen Hautschichten. Anschließend entfernt ein warmer Nieselregen aus der Decke des Raumes oder eine Dusche die letzten Schlammreste. Zum Abschluss wird die Haut mit hochwertigen Körperölen oder -cremes gepflegt. Eine Nachruhe ist empfehlenswert.

SaunaSauna
Eine Sauna (finn.: Sauna; Schwitzstube, finnisches Bad) ist ein beheizter Raum mit sehr hoher Temperatur oder eine Gruppe
solcher Räume. Der eigentliche Saunaraum, der innen zumeist vollständig aus Holz besteht, wird mittels eines Saunaofens
auf eine Temperatur zwischen 80° C und 100° C erhitzt, bei trockener Luft kann die Temperatur bis zu 130° C betragen.
Den Abschluss des Saunabadens bilden Kaltanwendungen:
Duschen, Güsse, Tauchbecken, Abreiben mit gestoßenem Eis,
wenn möglich Schwimmen in einem See oder Wälzen im Schnee.
Die medizinischen Wirkungen werden durch die Abfolge von Hitze
und Abkühlung hervorgerufen. Zu den Wirkungen zählen Muskel-
entspannung, Blutdrucksenkung, Kreislauf- und Stoffwechselan-
regung und Stärkung des Immunsystems. Weiterhin ist das Sauna-
baden eine gründliche, aber schonende Körperreinigung, bei sehr
trockener Haut wird die Struktur durch Aktivierung der Schweißdrüsen
und Wassereinlagerungen in die Hornschicht verbessert.
Mit regelmäßigen Saunagängen verlangsamen Sie die Hautalterung und steigern Ihr subjektives Wohlbefinden. Nicht umsonst sagt der Finne: "Die Frauen sind am schönsten nach der Sauna".

Tai Chi
Tai Chi (Kurzform von Tàijíquán, auch T'ai-Chi-Ch'uan), auch chinesisches Schattenboxen genannt, ist eine im Kaiserreich China entwickelte innere Kampfkunst. In der Volksrepublik China ist Tai Chi in zumeist stark vereinfachter Form ein Volkssport und in den Parks der Städte sieht man in den Morgenstunden Tausende Menschen beim Üben der Bewegungen.
Tai Chi wird häufig als allgemeines System der Bewegungslehre oder als Gymnastik betrachtet, welches einerseits der Gesundheit sehr förderlich ist, andererseits der Persönlichkeitsentwicklung und der Meditation dienen kann. Besonders im Westen tritt der Kampfkunstaspekt häufig hinter diesen Aspekten zurück.

Thalasso
Thalasso (abgeleitet vom griechischen Wort thalassa für Meer) bezeichnet die Anwendung von kaltem oder erwärmtem Meerwasser, Meeresluft, Sonne, Algen, Schlick und Sand. Es gibt einen fließenden Übergang zwischen der medizinischen Behandlung von Patienten mit verschiedenen Erkrankungen und den gesundheits- und wellnessorientierten Angeboten für Urlauber.
Der Begriff Thalasso ist nicht geschützt, allerdings hat der Verband deutscher Thalasso-Zentren 2002 Kriterien für eine "echte" Thalasso-Therapie übernommen, die für seine Mitglieder verbindlich sind:
- Die Einrichtung muss direkt am Meer liegen (maximal 300 Meter vom Meer entfernt).
- Sie muss mit frischem und unbehandeltem Meerwasser behandeln.
- Die Einrichtung muss über mindestens ein Meerwasserbecken und genug Behandlungs-
  kabinen verfügen, um jedem Gast täglich drei Einzelbehandlungen anbieten zu können.
- Es müssen mindestens ein Badearzt, Masseure, Therapeuten und Sportlehrer verfügbar sein.
- Hygiene und Sicherheit werden ständig kontrolliert.
- Es werden weitere gesundheitsfördernde Aktivitäten angeboten.
 
Der Europäische Heilbäderverband fordert darüber hinaus:
- allergenarme und reine Seeluft,
- Heliotherapie mit natürlicher Sonnenstrahlung sowie
- Bewegungsangebote am Meeresufer.
 
Elemente der Thalasso-Therapie sind zum Beispiel Bäder, Packungen mit Algen und Schlick, Massagen und Massagebäder, Vichydusche, Jetdusche, Inhalationen mit Aerosolen, Gymnastik am Strand oder im Wasser.

Yoga
Der Begriff Yoga (Sanskrit, von yuga "Joch", yui für: "zusammenbinden, anspannen, anschirren, anjochen") kann sowohl als "Vereinigung" oder "Integration" als auch als "Unterjochung" der Bewusstseins-Regungen (chitta-vrittis) im Sinne der "Selbstbeherrschung" übersetzt werden. Yoga ist eine der sechs klassischen Säulen (Darshanas) der indischen Philosophie und umfasst eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen. Es gibt viele verschiedene Formen des Yoga, oft mit einer eigenen Philosophie und Praxis. In Westeuropa und Nordamerika denkt man bei dem Begriff Yoga oft nur an körperliche Übungen, die Asanas oder Yogasanas genannt werden. Yogaübungen verfolgen in der Regel einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele in Einklang bringen soll. Vor allem in den westlichen Ländern wird Yoga meist in Unterrichtseinheiten vermittelt.
Der gesundheitsfördernde Aspekt wird in den verschiedenen Yogarichtungen unterschiedlich gewichtet. Zum Teil wird er lediglich als eine Begleiterscheinung angesehen, manchmal ist er zentraler Punkt der Herangehensweise. In Deutschland können Kosten für Yogakurse von den Krankenkassen vor allem im Rahmen des Präventionsprinzips der Vermeidung spezifischer Risiken und stressabhängiger Krankheiten erstattet werden (Handlungsleitfaden der Krankenkassen nach § 20 Abs. 1 und 2 SGB V).


 

 
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